Doppelt so lange eingecheckt: Gäste suchen am Bauernhof das echte Leben
Wenn Gäste auf einem Salzburger Bauernhof einchecken, dann bleiben sie fast doppelt so lange: Mit 5,6 Nächten wird der Landesdurchschnitt von 3,7 Nächten im Vergleich zu anderen Sparten deutlich getoppt. „Der längere Aufenthalt bedeutet nicht nur mehr Wertschöpfung für den Betrieb. Er gibt Gästen auch die Möglichkeit, den Ort und seine Menschen wirklich kennenzulernen. Genau das macht den bäuerlichen Tourismus so stark“, freuen sich LK-Präsident Rupert Quehenberger und die Obfrau des Vereines Urlaub am Bauernhof Salzburg, Augustine Lienbacher. Mit 513 Mitgliedsbetrieben ist der Verein die größte Organisation dieser Art in Österreich. In Kürze werden aktuelle Zahlen zur Sommersaison 2026 vorliegen – die Beiden ziehen schon jetzt zu Ferienende eine positive Bilanz.
Quehenberger: In unserer digitalisierten Welt wächst die Sehnsucht nach echten Erlebnissen
Im SalzburgerLand bieten rund 1.200 landwirtschaftliche Betriebe Urlaub auf dem Bauernhof an. Im Tourismusjahr 2024/25 zählten Bauernhöfe in Salzburg rund 1,36 Millionen Übernachtungen. Die Gäste erleben dabei Tiere, die bäuerliche Lebensmittelproduktion und die Natur um die Höfe hautnah. Sie erfahren, warum Wiesen gemäht werden, was Tierhaltung im Alltag bedeutet und warum regionale Lebensmittel wertvoll sind. Quehenberger: „In unserer digitalisierten Welt wächst die Sehnsucht nach echten Erlebnissen. 69 Prozent der Gäste schätzen die familiäre Atmosphäre. Sie erleben den landwirtschaftlichen Betrieb, sprechen mit den Menschen dahinter und erfahren aus erster Hand, was bäuerliche Arbeit bedeutet. Ein Urlaub kann so Verständnis, Wertschätzung und eine neue Beziehung zur Landwirtschaft fördern.“
Lienbacher: Persönliche Begegnungen machen Urlaub am Bauernhof besonders
Bäuerliche Gastgeber sind somit nicht nur Vermieter, sondern auch Wissensvermittler und Botschafter der heimischen Landwirtschaft. Woher kommt die Milch? Was bedeutet es, täglich Tiere zu versorgen? Warum bewirtschaften wir Wiesen? Wie entsteht ein Lebensmittel, und wie lebt eine bäuerliche Familie heute wirklich? Diese Fragen werden von den Bäuerinnen und Bauern direkt beantwortet. „Urlaub am Bauernhof schafft somit Berührungspunkte zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung, die im Alltag selten geworden sind. Ein Gast, der eine Woche auf einem Bauernhof verbringt, mit der Bäuerin spricht, im Stall zuschaut und regionale Produkte kostet, nimmt ein neues Bild von der Landwirtschaft mit nach Hause“, ist Obfrau Augustine Lienbacher überzeugt.
Wieser: Urlaub am Bauernhof hilft mit, die Betriebe zu erhalten
„Urlaub am Bauernhof ist auf vielen Höfe eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle. Sie schafft Einkommen am Hof und ermöglicht Investitionen, sichert Arbeitsplätze und bietet jungen Generationen die Chance, den Familienbetrieb weiterzuführen“, so der Kammeramtsdirektor der LK Salzburg, Franz Wieser. Eine Studie des Landwirtschaftsministeriums untermauert das: Für etwa ein Drittel der untersuchten Höfe hilft die Gästebeherbergung, den Betrieb zu erhalten. Bei den Mitgliedern von Urlaub am Bauernhof in Salzburg hat die Vermietung sogar eine noch höhere Bedeutung – sie macht über 40 Prozent des Einkommens aus. Wieser: „Gerade deshalb ist uns wichtig, dass wir als Landwirtschaftskammer gemeinsam mit dem Verein den Mitgliedern ein gutes Service bieten. Beratung und Bildung sind auch in der Vermietung Erfolgsfaktoren.“ In Zusammenarbeit mit dem Verein wird daher in den kommenden Monaten die Beratung an neue Anforderungen angepasst.
Handlechner: Landesverein Urlaub am Bauernhof berät seine Mitglieder umfassend
Geschäftsführer Johannes Handlechner: „Unsere Mitglieder profitieren von persönlicher Beratung, Fachwissen, Weiterbildung, Qualitätsentwicklung, Marketing und Interessen-vertretung. Gleichzeitig setzen wir auf moderne digitale Technologien, Buchungssysteme und zeitgemäße Vermarktung, damit die Höfe auch im internationalen und digitalen Tourismus sichtbar und buchbar bleiben.“ Die Technik soll dabei den Betrieben dienen, nicht umgekehrt. „Wir setzen Technologien gezielt ein, um unseren Mitgliedern Arbeit abzunehmen und mehr Gäste zu gewinnen. Trotzdem bleibt die persönliche Beratung ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit“, betont Handlechner.
Zahlen & Fakten zu Urlaub am Bauernhof im SalzburgerLand
- 513 Mitgliedsbetriebe: Urlaub am Bauernhof im SalzburgerLand ist damit die größte Landesorganisation Österreichs.
- 1,36 Millionen Nächtigungen: So viele Nächtigungen entfielen 2024/25 auf privat vermietende Bauernhöfe im SalzburgerLand.
- 5,6 Nächte: So lange bleiben Bauernhofgäste in Salzburg durchschnittlich – gegenüber rund 3,7 Nächten im Salzburger Tourismus insgesamt.
- 69 Prozent: Für mehr als zwei Drittel der Bauernhofgäste ist die familiäre Atmosphäre ein Grund für die Wahl der Unterkunft.
- 79 Prozent: Ein besonders hoher Anteil der Bauernhofgäste bucht direkt beim Betrieb.
- Mehr als 40 Prozent: So hoch ist bei Urlaub-am-Bauernhof-Betrieben österreichweit der Anteil der Gästebeherbergung am Einkommen.
- Jeder dritte Betrieb: Für rund ein Drittel der untersuchten Betriebe trägt die Gästebeherbergung wesentlich zum Weiterbestehen der Landwirtschaft bei.
- 300 Millionen Euro: So hoch ist die durch bäuerliche Gästebeherbergung jährlich ausgelöste Bruttowertschöpfung in Österreich.
Rückfragen & Kontakt:
Ing. Wolfgang Dürnberger
Leiter Abteilung Information und Öffentlichkeitsarbeit
Landwirtschaftskammer Salzburg
M +43 664 2142565
wolfgang.duernberger@lk-salzburg.at
Mag. Johannes Handlechner, BEd
Geschäftsführer Urlaub am Bauernhof Salzburg
M 050/2595-3340
johannes.handlechner@lk-salzburg.at
Leiter Abteilung Information und Öffentlichkeitsarbeit
Landwirtschaftskammer Salzburg
M +43 664 2142565
wolfgang.duernberger@lk-salzburg.at
Mag. Johannes Handlechner, BEd
Geschäftsführer Urlaub am Bauernhof Salzburg
M 050/2595-3340
johannes.handlechner@lk-salzburg.at
Bilder zum Download
Bild 01 (LK Sbg): Im Bild von rechts Geschäftsführer Johannes Handlechner, Kammeramtsdirektor Franz Wieser, Präsident Rupert Quehenberger und Obfrau Augustine Lienbacher.
Bild 02 (LK Sbg): Im Bild von rechts Kammeramtsdirektor Franz Wieser, Präsident Rupert Quehenberger, Obfrau Augustine Lienbacher und Geschäftsführer Johannes Handlechner.
Bild 02 (LK Sbg): Im Bild von rechts Kammeramtsdirektor Franz Wieser, Präsident Rupert Quehenberger, Obfrau Augustine Lienbacher und Geschäftsführer Johannes Handlechner.