Die Sorte einer Pflanzenart macht den Unterschied
Bei der Grünlandnachsaat wird Saatgut in der Praxis oft nach Verfügbarkeit und Preis ausgewählt. Dabei gerät die tatsächliche Eignung für den eigenen Betrieb häufig aus dem Blick. Genau hier zeigen sich entscheidende Unterschiede, denn neben der Artenzusammensetzung prägen auch die Eigenschaften einzelner Sorten den Bestand auf Dauer deutlich.
Die Österreichische Beschreibende Sortenliste bietet eine fundierte Grundlage für die Sortenwahl. Sie enthält geprüfte Sorten mit Bewertungen, unter anderem, zu:
- Ertrag
- Ausdauer
- Krankheitsanfälligkeit
- Auswinterung
Damit lässt sich gezielt abschätzen, welche Sorten zu Standort und Bewirtschaftung passen.
Ein Vergleich beim Englischen Raygras (Deutsches Weidelgras) macht das deutlich: Die frühe Sorte Abergain geht rasch in die Blüte und verlangt damit ein enges Nutzungsmanagement. Demgegenüber steht bspw. Barclima als spät schiebender Typ mit hoher Nutzungselastizität. Gleichzeitig zeigt Barclima bei der Auswinterung mittlere Werte, während frühe Sorten hier teils empfindlicher reagieren. Die Sorteneigenschaften sollen demnach zur Lage und zum Nutzungsregime eines Betriebes passen.