Der erste Schnitt läuft bereits – Erntesaison hat begonnen - Übers Feld g´redt
Der optimale Schnittzeitpunkt hängt maßgeblich von der Betriebsausrichtung ab. In leistungsorientierten Milchviehbetrieben mit dem Ziel von 6.000 kg Grundfutterleistung entscheidet das Leitgras. Das Obergras, das im Bestand dominiert, gibt den Takt vor, da es die Futterqualität maßgeblich beeinflusst.
Angestrebt werden weniger als 26 % Rohfaser bzw. unter 500 g NDF/kg TM. So sind Rohproteingehalte über 15 % und Energiegehalte deutlich über 6 MJ NEL erreichbar. Wenn der Schnitt vor der Blüte passiert, sind diese Gehalte möglich.
Beim Wiesenfuchsschwanz ist die Empfehlung schwierig, da er besonders früh in die Blüte geht. Ein Schnitt davor würde in den meisten Fällen eine geringe Erntemenge bedeuten, da die anderen Arten einfach noch nicht so weit sind.
Voraussetzung für eine optimale Qualität ist eine standort- und nutzungsangepasste Düngung. Ist diese nicht möglich, etwa durch geringe Besatzdichte oder fehlenden Dünger übers Jahr, da die Tiere z. B. auf der Alm sind, sollte die Schnittfrequenz angepasst werden. Wichtige Punkte zur Mahd:
- scharfe Messer einsetzen
- nicht tiefer als 7 cm mähen
Mehr Informationen zur Beantragung und zur Kennartenliste siehe Link unten.