Dem Herbst entgegen auf den stillen Wegen des Rantentals
Das weitläufige Almgebiet der Agrargemeinschaft Rantenalpe umfasst rund 1.000 Hektar, davon etwa 100 Hektar Almfutterfläche. 13 Bauern gehören der Agrargemeinschaft an, acht von ihnen treiben ihr Vieh noch gemeinsam auf die Alm. Rund 90 Tiere verbringen den Sommer hier oben – in erster Linie Jungvieh und Trockensteher, aber auch Mutterkühe.
Für Familie Schitter ist die Almwirtschaft seit 25 Jahren ein fester Bestandteil des bäuerlichen Jahres. Am Hof wurde 2010 der Stall umgebaut, somit werden ein Teil der 17 Kühe im Tal gemolken, die trockengestellten Kühe verbringen den Sommer auf der Alm. Die Ebenhandlhütte selbst ist seit vielen Jahren ein beliebter Einkehrpunkt. Im Jahr 2001 begannen Maria und Thomas mit dem Almausschank. „Meine Schwiegereltern haben die Hütte neu aufgebaut. Aus einem Versuch, den Wanderern eine Einkehrmöglichkeit zu bieten, sind nun 25 Jahre geworden“, schmunzelt Maria, die großen Wert auf Regionalität legt. „Was selbst erzeugt werden kann, kommt aus der eigenen Landwirtschaft. Auch Säfte und angesetzte Schnäpse. Alles andere wird möglichst aus der Region bezogen – von bäuerlichen Betrieben oder von der Obersteirischen Molkerei, wo wir unsere Milch hinliefern“, so Maria, die auch den Kirchenchor im Ort leitet.
Gerade im Herbst zeigt sich das Rantental von seiner besonderen Seite. Eine beliebte Tour führt vom Prebertal über das Prebertörl und Rantentörl hinunter zum Rantensee und weiter zur Ebenhandlhütte. Wer die Stille sucht, wird sie hier finden. Wer eine bodenständige Einkehr schätzt, ist bei Maria und ihrer ganzen Familie richtig, denn „bei uns helfen alle zusammen, unsere vier Kinder und auch die Schwiegereltern, nur so kann eine Alm gut funktionieren, denn Ruhetag kennen wir keinen“, erzählt die engagierte Bäuerin.
Bis Ende September ist die Alm noch geöffnet. Für alle, die noch ruhigere Bergtouren und Almwanderungen suchen, ist dieses Gebiet sicherlich ein Volltreffer. Vielleicht ist es gerade diese Verbindung, die den besonderen Zauber dieses Almgebietes ausmacht. Ein Tal, das nicht mit großen Attraktionen werben muss. Eines, das seine Stärke in der Ruhe findet. Und eine Alm, auf der man nach einer Herbstwanderung ankommt, gerne noch ein wenig sitzen bleibt – bevor es wieder talwärts geht.
Wegbeschreibung
Kontakt Ebenhandlhütte:
Maria und Thomas Schitter
Ebenhandl
Krakauhintermühlen 24
8854 Krakau
Tel. 0664/1308629
E-Mail maria.schitter79@gmail.com