Das lebenslange Glück erleben
Nicht jeder war ehetauglich
Es ist noch gar nicht so lange her, dass man nicht so wie heute nach Belieben heiraten konnte. Strenge gesetzliche Vorschriften, Bräuche und Sitten waren einzuhalten. Nicht jedermann war ehetauglich. Im Jahre 1825 wurde das Gesetz über die Ansässigmachung und Veredelung verabschiedet. Demnach konnten sich nur Personen mit Grundbesitz, einem nachgewiesenen Schulbesuch und einem guten Ruf in einer Gemeinde niederlassen.
Partner stammte meist aus demselben Ort
Viele Bauern überließen aus Angst, im Ausgedinge nichts mehr zu gelten, ihre Höfe erst sehr spät. Dies hatte zur Folge, dass es bei der Übergabe für viele schon zu spät zum Heiraten war. Kam es zur Hochzeit, musste ein geeigneter Partner gefunden werden. Zumeist stammte er aus demselben Ort.
Auf Brautschau
Zur „Brautschau“ traf man sich beim Tanz im Dorfwirtshaus oder die Burschen gingen zur „Nachtroas“ oder zum Fensterln. Sie bestand aus drei oder vier Burschen, die sich zu einer „Pass“ zusammenfanden. Die Burschen besuchten ein Mädchen, um sich mit ihm in der Stube zu unterhalten oder Spiele zu spielen. Bei der Nachtroas wie beim Fensterln kamen erst mehrere und ergab sich eine Sympathie zu einem Burschen, kam es zu einem einzelgängerischen Besuch.
Eheversprechen von der Kanzel verkündet
Eheversprechen wurden an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen von der Kanzel verkündet. Dann kam der Hochzeitslader, der die Organisation übernahm. Vorausgesetzt, es kamen keine Einsprüche nach der Kanzelverkündigung. Für viele galt der Kirchenbesuch eher den Neuigkeiten über Eheversprechen als der Gläubigkeit.
Die Hochzeit fand früher üblicherweise an einem Montag statt. Nach dem Hochzeitszug und der kirchlichen Trauung wurde im Gasthaus oft bis in die Nacht hinein gefeiert.
Viele Ehen währten ein Leben lang.
Die Hochzeit fand früher üblicherweise an einem Montag statt. Nach dem Hochzeitszug und der kirchlichen Trauung wurde im Gasthaus oft bis in die Nacht hinein gefeiert.
Viele Ehen währten ein Leben lang.
Die Hochzeitsjubiläen
1 Jahr: papierene Hochzeit
5 Jahre: Fleißhochzeit
10 Jahre: Rosenhochzeit
15 Jahre: Glashochzeit
20 Jahre: Porzellanhochzeit
25 Jahre: Silberne Hochzeit
30 Jahre: Perlenhochzeit
40 Jahre: Rubinhochzeit
50 Jahre: Goldene Hochzeit
60 Jahre: Diamantene Hochzeit
65 Jahre: Eisenhochzeit
70 Jahre Gnadenhochzeit
75 Jahre: Kronjuwelenhochzeit
80 Jahre: Eichenhochzeit
85 Jahre: Engelshochzeit
90 Jahre: Marmorhochzeit
100 Jahre: Himmelshochzeit
5 Jahre: Fleißhochzeit
10 Jahre: Rosenhochzeit
15 Jahre: Glashochzeit
20 Jahre: Porzellanhochzeit
25 Jahre: Silberne Hochzeit
30 Jahre: Perlenhochzeit
40 Jahre: Rubinhochzeit
50 Jahre: Goldene Hochzeit
60 Jahre: Diamantene Hochzeit
65 Jahre: Eisenhochzeit
70 Jahre Gnadenhochzeit
75 Jahre: Kronjuwelenhochzeit
80 Jahre: Eichenhochzeit
85 Jahre: Engelshochzeit
90 Jahre: Marmorhochzeit
100 Jahre: Himmelshochzeit