Championat als Spiegelbild einer großartigen Zucht
Maishofen war am vergangenen Samstag wieder die Bühne für über 40 erlesene Original- Pinzgauer- und Pinzgauer-Jungkühe, die sich bis ins große Finale um die begehrten Titel der Euter- und Jungkuhchampions
2025 kämpften. Die Teilnehmer lieferten mit ihren Jungkühen ein großartiges Bild der Rinderzucht ab.

Original Pinzgauer
Begeistert zeigte sich auch der Hauptakteur des Abends, Preisrichter Matthias Wienerroither, der angesichts der überragenden Jungkühe nicht immer die leichtesten Entscheidungen zu treffen hatte, aber einen souveränen Job verrichtete.
„So, wie man sich eine Jungkuh nur wünschen kann, weil sie keine Fehler aufweist und in allen Belangen überzeugt!“, lautete die Begründung für das Double
von Gerhard Innerhofer, Einödberg in Mittersill, der mit seiner unglaublich edlen, sehr feinen und mit einem exzellenten Euter ausgestatteten, schwarzen Fee (V: Rausch) sowohl Euter- als Gesamtchampionstitel für sich verbuchen durfte.
„Weil sich eine Jungkuh noch entwickeln darf und weil sie zeigt, welches Potenzial in ihr steckt“, war Wienerroither von seiner Wahl zum Reservechampion überzeugt – Salzach
(V: Germanus) von Michael Manzl, Ginzern in Hopfgarten/T., beeindruckte nicht nur mit ihrer Jugendlichkeit und Feinheit, sondern auch mit einem vorzüglichen Euter und somit einem Gesamtpaket, mit dem sie sich ihre Auszeichnung zweifellos verdiente.

Pinzgauer
Ein bombastisches Finale bot die Auswahl der Pinzgauerkühe, die Matthias Wienerroither größtes Schwärmen entlockte.
„Diese Kuh hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen!“, damit meinte er Nagei (V: Arino Red) von Matthäus Hochfilzer, Ginsberg in Going, die dank einer perfekten Präsentation nicht nur ihre Schönheit zum Ausdruck brachte, sondern aufgrund ihrer Korrektheit auch unschlagbar war und sich mit dem Titel Pinzgauer-Jungkuhchampion belohnte!
Den Reservechampionstitel holte sich Anna (V: Rompen Red) von Maria und Andreas Haym, Untersulzberg in Radstadt, die mit einem grandiosen Seitenbild, besten Körpermerkmalen und einer perfekten Euteranlage ihre Klasse unterstrich.
Mit dem Titel Pinzgauer-Euterchampion wurde Resi (V: Unstopabull) der LFS Litzlhof in Lendorf/Ktn. gekürt, die aufgrund ihres langen Voreuters und der ausgezeichneten Qualität punkten konnte.

Dauerleistungskühe
Für ein aufwertendes Rahmenprogramm sorgten acht verdiente Lebensleistungskühe, die in beeindruckender Manier zeigten, was Kühe im Laufe ihrer Lebenszeit zu leisten imstande sind. Geschäftsführer Thomas Edenhauser würdigte in der Vorstellung der „Golden Girls“ den Wert dieser herausragenden Kühe, welche nicht nur einen besonderen Platz in ihren Ställen einnehmen, sondern auch ein großes Kapital der bäuerlichen Familien darstellen.

Bambinivorführung
Untrennbar verbunden mit der Jungzüchterarbeit und mittlerweile fixer Bestandteil jeder Rinderschau sind die Jüngsten der Züchterschaft – die Bambini.
Sie waren es auch diesmal, die einerseits die Zuschauer mit ihren herzigen Darbietungen verzückten, andererseits mit erstaunlicher Präzision und Perfektion, besonders aber mit ganz viel Freude und Stolz ihre Kälber präsentierten und mit allergrößtem Applaus belohnt wurden.

Eliteauktion im Vorführring
Ein weiterer Höhepunkt folgte mit der Eliteauktion, bei der sich ausgewählte Genetik – sowohl Original Pinzgauer als auch Pinzgauer – am Laufsteg präsentierte und auf die Gebote einer interessierten Käuferschaft wartete.
Jungrind Sissi aus Griff x Riegel x Lust, eine genetisch sehr ansprechende Original-Pinzgauer-Vertreterin von Hermann Esterbauer, Oberklamm in St. Veit, deren Mutter Silber einen der höchsten Zuchtwerte in der Original-Pinzgauerzucht vorweisen kann, wechselte um 2.000 Euro zu Reinhard Hollaus, Bertha-Hof nach Bad Hofgastein.
Jungrind Betty aus Regent x Loris x Power Red von Wolfgang Porsche, Schüttgut in Zell am See, vertrat die Abteilung Pinzgauer x RF und überzeugte nicht nur mit ihrer edlen Erscheinung, sondern auch mit ihrem Stammbaum, der zwei ambitionierten Tiroler Jungbauern, Hubert Werlberger aus Wörgl und Andreas Misslinger aus Ebbs, 3.050 Euro wert war.
Mut zum Risiko bewies ein weiterer Tiroler und kein Geringerer als der Obmann der Tiroler Pinzgauerzüchter, Roland Dödlinger, mit dem Kauf eines hochklassigen Embryonenpakets aus der amtierenden Dairy-Grand-Prix-Siegerin Murli (Gerwin x Rat) x Malteser bzw. Mamut, das zum Preis von 2.300 Euro über den Tisch ging.
