Betriebsreduktion eingeleitet: Eizingbauer in Fridolfing
Der „Salzburger Bauer“ war vor genau zehn Jahren bereits auf dem Hof von Alois Brunner in Fridolfing. Damals hat der Ein-Mann-Betrieb von 25 Milchkühen auf 15 reduziert. Beim jüngsten Besuch gab es keine Milchkuh mehr auf dem Betrieb, sondern 50 Stück Jungvieh, damals waren es 70.
Grund für die Nachfrage ist die Tatsache, dass viele gute Milchbetriebe aus diversen Ursachen reduzieren. Als Grund wird oft genannt, dass der Milchpreis kein wirtschaftliches Auskommen mehr rechtfertige. Oft kommen auch weitere Motive dazu, wie bei Brunner das Alter mit 67 Jahren und keine Aussicht auf Betriebsnachfolger aus dem Familienkreis. Er reduziert so die Betriebsproduktivität schrittweise. Sowohl er als auch seine Schwester, die am Hof eine eigene Wohnung hat, haben keine Hofnachfolger.
Sie hatte in Weihenstephan Gartenbau studiert. Demnächst werden auch die Kalbinnen vom Hof gehen, dann will der Bauer nur noch das Kleinvieh betreuen. Der Eizingbauer hat bisher alle 27 Hektar alleine bearbeitet. Die Außenarbeiten bewältigt der Bauer mit Großmaschinen. Er gehört deshalb verschiedenen Maschinengemeinschaften an: Mit acht Bauern ist er in einer Großschleppergemeinschaft, mit sechs in einer Güllegemeinschaft, den fünfscharigen Großpflug teilen sich acht Bauern und beim Frontmähwerk und den Schmetterlingsmähwerken sind es fünf Betriebe; neun Meter Schnittbreite schafft das Mähwerk.
Brunner: „Mit diesen Maschinengemeinschaften bin ich in der Arbeit optimal aufgestellt und verfüge über große Kapazitäten und stets den neuesten Standard.“ Für die Arbeiten am Hof hat er selbst einen Traktor. Reparaturen und Servicearbeiten an den Gemeinschaftsmaschinen führt er selbst aus. Die zwei Ferienwohnungen hat er dauerhaft vermietet.
In den vergangenen zehn Jahren wurde in eine 20-kW-PV-Anlage mit 15 kW Speicher investiert.
Er hatte den Betrieb 1979 übernommen und seither in dem aus 1628 stammenden Hof beinahe alles durch eigene Arbeit erneuert oder ausgebaut.
Betriebsspiegel
Familie: Alois Brunner (67); Schwester Renate (53), Studium des Gartenbaues, jetzt Lagerhausangestellte
Betrieb: Fläche: 67 ha, davon 5 ha Grünland, 19 ha Acker (Kleegras, Mais, Geste), 3 ha Wald; Vieh: 50 Kalbinnen, 30 Truthühner, 6 Hühner. Der Betrieb gehört verschiedenen Maschinengemeinschaften an, z. B. Schlepper, Schwender, Gülle, Mäher