Beruflich unterwegs in der Natur
Martina Mörtelmayr ist beruflich und privat gern in der Natur unterwegs. „In meiner Freizeit unternehme ich aber anspruchsvollere Touren“, erklärt die Rangerin im Nationalpark Hohe Tauern.
Für Schulklassen gibt es spezielle Angebote, die darauf abzielen, den Kindern ihre Umwelt näher zu bringen. Bei dem Programm „So schmeckt die Natur“ darf gekostet werden, was in Wald und Wiese wächst. „Wir sammeln etwa gemeinsam Brennnesseln und machen daraus eine Suppe. Dabei erklären wir auch, wo die Pflanzen wachsen, welche Ansprüche sie haben und wozu sie nützlich sind“, schildert Martina ihre Aufgaben. „Kinder sind sehr begeisterungsfähig und zum Glück haben sie im Nationalpark meist keinen Empfang, also sind sie nicht durch das Handy abgelenkt.“
Im Sommer führt sie vor allem Wanderungen mit Erwachsenen und Familien durch. Zu Beginn wird die Ausrüstung geprüft. Wer kein geeignetes Schuhwerk hat, kann nicht teilnehmen. Solche Aspekte muss sie ebenso beurteilen wie etwa die Wetterverhältnisse. Wenn unterwegs ein Gewitter naht, liegt es an ihr zu entscheiden, ob die Gruppe umkehrt. „Das muss dann auch akzeptiert werden. Ich trage ja die Verantwortung und muss die Gruppe heil zurückbringen.“
Im Sommer führt sie vor allem Wanderungen mit Erwachsenen und Familien durch. Zu Beginn wird die Ausrüstung geprüft. Wer kein geeignetes Schuhwerk hat, kann nicht teilnehmen. Solche Aspekte muss sie ebenso beurteilen wie etwa die Wetterverhältnisse. Wenn unterwegs ein Gewitter naht, liegt es an ihr zu entscheiden, ob die Gruppe umkehrt. „Das muss dann auch akzeptiert werden. Ich trage ja die Verantwortung und muss die Gruppe heil zurückbringen.“
Zertifizierte Rangerin
Seit vier Jahren ist Martina im Nationalpark tätig. Nach einer intensiven zweijährigen Ausbildung ist sie seit Dezember offiziell „Zertifizierte Österreichische Nationalpark Rangerin“. Das ist ein anerkanntes Qualitätssiegel, das vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft überreicht wird. Die berufsbegleitende Ausbildung umfasst neben Basiswissen über Nationalparks und spezifische Schutzgebiets-Inhalte auch naturwissenschaftliche Kenntnisse, Notfallmanagement, Orientierung, Kartenkunde und Wetter, außerdem pädagogisch-didaktische Kompetenzen sowie praxisnahe Sicherheitstrainings.
Digitale Ausbildung
Martina kommt aus Niederösterreich und hat in Bruck an der Mur die HBLA für Forstwirtschaft abgeschlossen. „Das Wissen über den Wald war mir immer schon wichtig“, sagt sie. Nach der Matura hat sie Agrartechnologie und Digital Farming studiert. Das ist ein praxisorientierter Studienzweig, der Landwirtschaft und Innovation kombiniert. Die Ausbildung vereint Agrarwissenschaften und -technik mit modernen Technologien der Informatik, KI, Mechatronik und Robotik.
In ihrer Bachelorarbeit hat Martina sich damit befasst, wie man den eigenen Betrieb digitalisieren kann. Trotz dieser spezifischen, auf Digitalisierung konzentrierten Ausbildung wollte sie lieber in der Natur tätig sein und hat sich daher als Rangerin beworben. Von Mai bis Oktober ist sie im Nationalpark unterwegs, im Winter arbeitet sie bei den Leoganger Bergbahnen.
In ihrer Bachelorarbeit hat Martina sich damit befasst, wie man den eigenen Betrieb digitalisieren kann. Trotz dieser spezifischen, auf Digitalisierung konzentrierten Ausbildung wollte sie lieber in der Natur tätig sein und hat sich daher als Rangerin beworben. Von Mai bis Oktober ist sie im Nationalpark unterwegs, im Winter arbeitet sie bei den Leoganger Bergbahnen.