Aigner erhöht Mittel für Milchtransport und Dürreversicherung
„Wir stehen unseren Bäuerinnen und Bauern auch in herausfordernden Zeiten zur Seite,“ betonte Landesrat Maximilian Aigner bei der Präsentation der Finanzplanung für 2027 und 2028. Als eine Maßnahme, um die landwirtschaftlichen Betriebe noch besser gegen die finanziellen Folgen von Naturereignissen abzusichern, wird wie im Bund beschlossen die Beihilfe zu den Versicherungsprämien im Jahr 2027 von 55 auf 65 Prozent erhöht. Rund sechs Millionen Euro sind hierfür budgetiert. „Damit stärken wir die Durchversicherung und unterstützen unsere bäuerlichen Betriebe unmittelbar bei ihrer Risikovorsorge“, betont Aigner.
Mehr Mittel für Milchtransport
Insbesondere abgelegene Bergbauernbetriebe sind bei der Milchanlieferung mit höheren Transportkosten konfrontiert. Das Land stellt daher die Unterstützung ab 2027 rechtssicher neu auf und erhöht die Mittel dafür um rund ein Drittel. Konkret stehen 2027 800. 000 Euro zur Verfügung. Salzburg unterstützt weiterhin als einziges Bundesland die Betriebe bei dieser logistischen Herausforderung. Von der Förderung, die mittels Online-Formular auf der Homepage des Landes beantragt werden kann, profitieren rund 600 landwirtschaftliche Betriebe. Eine Antragstellung ist voraussichtlich ab Anfang 2027 möglich. Die Förderhöhe ist insbesondere von der Entfernung der Hofstelle zur Milchsammelstelle abhängig.
Weitere Investitionen an den LFS
2027/28 wird weiter in die landwirtschaftliche Bildung investiert. Bei der LFS Kleßheim starten die Planungsarbeiten für die Weiterentwicklung. Vorgesehen sind nach Abschluss der Planungsarbeiten die Sanierung beziehungsweise der Neubau des Schulgebäudes und der Internate. Das Gesamtprojekt belauft sich auf bis zu 30 Millionen Euro. Auch die Investitionen bei den Landwirtschaftsbetrieben der Landwirtschaftsschulen werden konsequent fortgesetzt. Für 2027 stehen dafür rund 3, 1 Millionen Euro zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen die Fertigstellung der Sanierung des Gutshofs sowie die Errichtung des dazugehörigen Kleinwasserkraftwerks an der LFS Kleßheim. „Damit investieren wir in eine moderne Infrastruktur der Lehrwerkstätten in den Bereichen Fleisch-, Milch- und Obstverwertung sowie den Gartenbau und eine nachhaltige Energieversorgung unserer landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen“, so Landesrat Maximilian Aigner.
Landesrat, Maximilian Aigner:
"Durch die Trockenheit ist das heurige Jahr für viele Betriebe eine besondere Herausforderung. Wo es im Budget Möglichkeiten gab haben wir in mehrern Bereichen die Unterstützung für die betriebe ausgebaut."
Wasserversorgung langfristig sichern
Die Salzburger Landesregierung reagiert aber auch auf den Hitzesommer 2026 und lässt die Almbauern in punkto Wasserversorgung nicht alleine. „Eine verlässliche Wasserversorgung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Bewirtschaftung der Almen. Insbesondere längere Trockenperioden stellen die Almbäuerinnen und Almbauern zunehmend vor Herausforderungen. Deshalb wird die Landesinvestitionsförderung bis Ende 2028 verlängert und um Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung auf Almen erweitert“, sagt Landesrat Aigner. Die entsprechenden Förderrichtlinien werden ausgearbeitet, ein Start ist bereits mit 1. November 2026 vorgesehen. Gefördert werden sollen Investitionen in die Wasserversorgung wie Quellfassungen, Leitungen, Wasserspeicher-Bassins oder Viehtränken auf Almweiden. Die Förderhöhe beträgt bis zu 30 Prozent der Kosten von maximal 60.000 Euro Investition. „Damit wollen wir gezielt Investitionen in die Wasserversorgung ermöglichen und die langfristige Bewirtschaftung unserer Almen absichern“, so Aigner.
Unterstützung für Wasserversorger
Unterstützung gibt es seitens des Landes Salzburg auch für Wasserversorger. So werden jährlich rund 410. 000 Euro für die Unterstützung der Investitionen in die Trinkwasserversorgung bereitgestellt. Erhöht werden auch die Mittel für den ländlichen Wegebau (FELS-Wege) von 5,5 auf 5,77 Millionen Euro. „Damit investieren wir gezielt in die Erhaltung und den Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum“, sagt Aigner.
Geld für Tierschutz und Imkerei
Mehr Geld gibt es auch für den Tierschutz und die Imkerei. Mit einem Plus von 40.000 Euro soll das Tierheim im Pinzgau personell verstärkt werden. 55.000 Euro stehen im Bereich Tiergesundheit für Abortuntersuchungen, Sektionen an der Tierkörperverwertung sowie Bezahlung von Laboruntersuchen zur Verfügung. Damit sollen Tierseuchen hintangehalten und möglichst früh erkannt werden.
Gestärkt wird auch die heimische Imkerei. Das Land unterstützt den Landesverband für Imkerei und Bienenzucht bei der Weiterentwicklung und Neuorganisation seiner Arbeit. Mit der Ergänzung der Basisfördervereinbarung wird die Unterstützung des Landes für die Jahre 2027 und 2028 weiter ausgebaut. Das Land Salzburg stellt dafür zusätzlich zur jährlichen bestehende Basisförderung von 10.000 Euro jährlich jeweils weitere 25.000 Euro pro Jahr für die Imkereifachberatung zur Verfügung.
Welche weitere Ansätze gibt es im Doppelbudget 2027/28?
- Die Budgetmittel für den Nationalpark Hohe Tauern konnten auf hohem Niveau für das Doppelbudget gesichert werden. Für den Nationalparkfonds stehen damit rund 2,14 Millionen Euro zur Verfügung.
- Für den Austausch fossiler Heizkessel gegen erneuerbare Heizsysteme wie Pelletsheizungen, Wärmepumpen oder Nahwärme stehen rund vier Millionen Euro zur Verfügung, pro Förderfall sind 3.000 Euro vorgesehen
- Für Projekte der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) wird das Budget von Landesseite auf sechs Millionen Euro erhöht. Gemeinsam mit Bund, Gemeinden und Interessenten werden damit Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 40 Millionen Euro ermöglicht. Das größte Projekt ist die Verbauung der Oberen Salzach in Wald im Pinzgau mit rund 18 Millionen Euro.
- Für die Landwirtschaftskammer stehen wie in den Jahren 2025 und 26 auf für das kommende Jahr 5,9 Mio. Euro zurVerfügung. Das Geld fließt vor allem in die Beratung der Bäuerinnen und Bauern.